Planung und Realisierung der Prozesstechnik im neuen Produktionswerk Mönchengladbach

Im Jahr 2006 lieferte Ruland Engineering & Consulting eine Produktionsanlage an die amerikanische Niederlassung von ELOPAK in Detroit, USA. Diese dient zum Ausmischen, zur thermischen Behandlung und kaltaseptischen Bereitstellung von sterilen Produkten, welche zur Validierung der aseptischen Füller (Steriltest) verwendet werden. Sie besteht aus einem Mischtank mit 8.000 l Inhalt, einer UHT‑Anlage, einem Steriltank mit 14.000 l Inhalt und einer CIP-Anlage.

Neues Produktionswerk für den Hersteller von Aseptik-Abfüllanlagen

Die ELOPAK-Gruppe mit Sitz in Norwegen und weltweiten Niederlassungen u. a. in Speyer, Paderborn und Mönchengladbach ist einer der bedeutendsten Anbieter von Verpackungssystemen und aseptischen Abfüllsystemen für flüssige und pastöse Lebensmittel. Ruland erhielt von ELOPAK zunächst die Anfrage für die Planung und Realisierung der Verlagerung der Anlage aus den USA nach Deutschland. Im Rahmen der Besprechung kristallisierte sich das eigentliche Gesamtprojekt näher heraus.

In Mönchengladbach sollte „auf der grünen Wiese“ eine neue Fabrikationshalle für aseptische Füllmaschinen entstehen. Die Konzeptplanung des Gebäudes war zu diesem Zeitpunkt bereits im Gange. In weiteren Gesprächen mit dem Kunden, seinem Architekten und dem Planer der technischen Gebäudeausrüstung stellten sich weitere Details des Projekts heraus. Neben der Verlagerung der Anlage aus den USA war auch die Lieferung der Peripheriesysteme wie z. B. der kompletten Energieversorgung der Anlage Bestandteil des Projekts.

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Consulting mit Detailplanung

In den 2 – 3 Monaten nach Auftragserteilung für ein Consultingprojekt fanden vor Ort mit allen Parteien regelmäßige Besprechungen statt, in denen gebäudespezifische Parameter definiert wurden wie beispielsweise die Bodenausführung, Abwasserableitung, Bodenlasten, Größe der Einbringöffnungen, Ermittlung der Energiebedarfe, Erfordernisse der Abwasseraufbereitung etc. Ruland erstellte ein Anlagenlayout und ein Gesamt-Fließbild einschließlich aller Peripheriesysteme. Die Planung der Verrohrung wurde in moderner 3D‑Technik dargestellt. Außerdem wurden ein Abwasserkonzept und ein Konzept zur Bereitstellung der hohen Stadtwasserbedarfe ausgearbeitet. Ebenso wurde die Medien- und Energieanbindung für die Füllmaschinen geplant.

Lieferung der Anlagen und Aufstellung im neuen Werk

Mit dem schlüssigen Gesamtkonzept konnte Ruland den Kunden überzeugen und erhielt in der Folge auch den Auftrag zur Umsetzung der im Consulting ausgearbeiteten Leistungen. Die Anlage wurde in Detroit demontiert, nach Deutschland verschifft und am Standort Mönchengladbach als Gesamtsystem wieder aufgebaut. Zusätzlich wurden eine Kälteanlage, ein Dampferzeuger, ein Drucklufterzeuger, die  Niederspannungsverteilung für den Prozessteil, ein Puffertank für Stadtwasser, ein Puffertank für Abwässer mit Temperatur- und pH-Wert-Überwachung, eine Chemikaliendosage sowie die Anbindung der Sterillufteinheiten installiert.

An den bestehenden Prozessanlagen fand neben einigen Modifikationen auch eine komplette Wartung und Kalibrierung durch die Serviceabteilung von Ruland statt. Die produktionstechnischen Anforderungen seitens ELOPAK machten es erforderlich, dass die Umsetzung des Projekts in einem sehr knapp bemessenen Zeitrahmen durchgeführt werden musste. Dank der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien konnte die Anlage jedoch trotz dieser erschwerten Rahmenbedingungen termingerecht in Betrieb genommen und an ELOPAK übergeben werden.

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